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Oktober, 2009

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Funeraille d’hiver

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Am 11. und 12 November laufen die beiden letzten Vorstellungen von Funerailles d’Hiver im Kapuziner Theater.

Ein Stück das bei jeder Vorstellung sehr viel von mir abverlangt. Hier ein paar Fotos davon.

Photos: Christophe Olinger

Die kleinen versteckten Dinge

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Ich laß vor langer Zeit einen Artikel bei SpOn über die kleinen versteckten Dinge auf Internetseiten. Ein paar kleine lustige Sachen die man oft nur per Zufall findet wenn man mit dem Cursor über die Seiten geht. Bei yahoo.com zum Beispiel, ist seit jeher ein winzig kleiner Link auf der Hauptseite im Logo versteckt. Wenn man auf den Punkt des Ausrufezeichens klickt bekommt man das Logo vorgesungen. Es ist die gleiche Stimme wie man sie auch aus der Werbung für Yahoo kennt, bzw. kannte. Seitdem sie nämlich die Seite teilweise erneuert haben singt dort nicht mehr eine einzelne Stimme sondern ein ganzer Chor und  das mehrstimmig.

Probiert’s aus: Yahoo.com

Der Geist ist weg

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Als ich mir diesen Beitrag vornahm, hatte ich den Titel sehr schnell gefunden. Doch wie schreibt man über etwas das nicht ist, das man an nichts festmachen kann, außer vielleicht an Gefühlen? Man könnte auch von Zeitgeist sprechen. Doch wäre es für diese Größenordnung etwas zu hoch gegriffen.

Als ich vor zwei Jahren im Augenblicke Blog (das übrigens bald wieder online sein wird, es sind aber noch ein paar technische Probleme zu lösen) über die Schließung des Philo”soff”s berichtete, hieß der Beitrag “Das Ende einer Ära”, war gespickt mit Fotos des letzten Abend.

Seit ein paar Wochen nun hat das Philo wieder geöffnet und bei Pianocktail gab es ja auch etwas darüber zu lesen. (Bei mir ja auch, wenn auch weniger ausführlich)

Vorletzte Woche war ich am späten Nachmittag dort.  Ich wollte in Ruhe die Zeitung durchblättern und einen Kaffee trinken so wie ich das früher immer getan habe. Doch irgendwie ist das nicht mehr möglich. Der monströse Flachbildfernseher zeigte irgendein doofes Fußballspiel, die Musik war Hip-Hop- und technolastig, viel zu laut, und kam aus irgendeiner fürchterlichen Radiostation mit gruseligen Moderatoren und noch schlimmeren Werbeeinblendungen. Lesen war beim besten Willen nicht drin.

Dann probierte ich es letzte Woche noch einmal. Das Café war leer und ich war der einzige Gast. Die Musik kam zu Anfang noch von einem Radiosender, doch dann wurde sie  ruhiger. Der Fernseher, der mich so sehr gestört hatte, war aus. Ich saß vorne an einem Fenster las die Zeitung durch und ließ dann irgendwann den Gedanken freien Lauf. Ich sah zum Fenster hinaus. Der Krimskrams Laden gegenüber steht nun auch schon seit über einem Jahr leer, weil angeblich die Besitzer selbst einen Laden dort eröffnen wollten. Bis jetzt ist aber noch gar nichts passiert. Ein großes gähnendes Loch, das eigentlich nicht hätte sein müssen, denn die Ladenbetreiber davor wollten nicht aufhören. Ich fand es schade als Krimskams laden weg war. Es war immer ein tolle Quelle gewesen, für alle möglichen und unmöglichen Toi-toi Geschenke zu Premierenfeiern am Theater.

Und als ich so da saß und die ganze neuartige und befremdliche Deko auf mich wirken ließ, wurde mir bewusst, dass der Geist der seit immer in diesem Mauern geherrscht hatte, verschwunden war. Der “Philo Geist”, der mir einst die besten Ideen, auch für das Blog einflößte, war nicht mehr da.

Es ist mir schon klar, dass alles sich weiterentwickelt, dass nichts stehen bleibt. Und doch sehnt man ab und an nach einem Ort an dem alles so bleibt wie es ist und wie es immer war. Ein Ort an dem man sich wohl fühlt und man sich darauf verlassen kann, dass dort alles stimmt und es immer so bleiben wird.

Das Philo”soff” gehört nicht mehr dazu. Der Geist ist weg.

Missgeschicke

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Ihr wollt eine Geschichte über Missgeschicke lesen?

Bitte schön, sie beruht auf einer wahren Begebenheit. Sie ist ärgerlich, aber vor allem ist sie äußerst peinlich.

Man(n) war bei einer Arbeitskollegin zum Abendessen eingeladen. Es war ein lustiger Abend mit einem vorzüglichen Essen. Es gab Lamm mit allerlei Beilagen, darunter eingelegte trockene Pflaumen und Aprikosen. Man(n) weiß, dass man getrocknete Früchte bisweilen einen durchschlagenden Erfolg auf die Verdauung haben, aber man(n) kann sie nicht lassen, weil sie so lecker sind. Außerdem haben die Früchte ja nur BISWEILEN so die unerwünschte Wirkung.

Man(n) steigt kurz vor Mitternacht in den Wagen und fährt los. Die Fahrt nach hause wird etwas mehr als eine Stunde dauern. Man(n) hat davor einen richtig starken Kaffee getrunken um den müden Geist zu beleben.  Unterwegs stellt man(n) fest, dass die Autobahn zu einem großen Teil gesperrt ist und man(n) einen gewaltigen Umweg fahren muss. Man(n) wird leicht missmutig, nimmt es aber in Kauf, da es eh nicht zu ändern ist. Als man(n) endlich zu hause ankommt, nach über anderthalb Stunden ist man(n) müde und abgeschlafft und will nur noch ins Bett. Man(n) steigt aus dem Auto nimmt die Tasche vom Beifahrersitz, drückt in der Garage auf den Knopf für das automatische Garagentor und schlüpft noch schnell davor hinaus. Man(n) geht auf die Haustür zu merkt sogleich dass man(n) die Haustürschlüssel auf dem Beifahrersitz hat liegen lassen. Wenn man(n) jetzt schnell genug ist und das Garagentor von Hand blockiert geht es von selbst wieder auf. Doch noch ehe man(n) den Gedanken zu Ende gedacht hat, hört man(n) den Rums des Tors wie es sich endgültig schließt. Man(n) hat sich selbst ausgesperrt. Man(n) überlegt wenn man nachts um halb zwei anrufen könnte, der einen Zweitschlüssel hat. Während dem man(n) überlegt stellt sich prompt der durchschlagende Erfolg, der getrockneten Früchte ein, die man(n) ohne Rücksicht auf Verluste in sich hineingefressen hat.

Man(n) steht also vor der eigenen Haustür mit dreifach überkreuzten Beinen, und kann nicht hinein. Auf der ans Haus angrenzenden Baustelle befindet sich ein Dixiklo. Mit übermenschlicher Anstrengung bewegt man sich dorthin, um festzustellen, dass es verschlossen ist. Man(n) hat keine andere Wahl. Man(n) geht in die Hocke  neben dem Dixiklo, in der Hoffnung dass niemand vorbeikommt. Währenddessen man(n) die Hosen herunter lässt, fängt es an zu regnen. Der Geruch ist zum Steinerweichen. Mit größtem Widderwillen zieht man(n) die Hose wieder hoch, nachdem man(n) festgestellt hat dass man(n) nicht ein einziges Papiertaschentuch mehr hat.

Man(n) schlägt den Kragen des Mantels hoch und macht sich innerlich auf einen langen Fußmarsch gefasst, weil es nur eine Person gibt die einen Zweitschlüssel der Wohnung hat, die aber fast 7 Kilometer entfernt wohnt.  Zwischenzeitlich stellt man(n) betrübt fest, dass man(n) für diesen Abend ein paar schicke Schuhe angezogen hat in denen man(n) nur unter Schmerzen einen längeren Marsch absolviert.

Und dann taucht plötzlich aus dem Nichts ein Polizeiwagen auf und man(n) erklärt den Polizisten höflich dass man sich ausgesperrt hat und fragt ob man(n) netterweise die sieben Kilometer gefahren werden könnte. Man(n) läßt eleganterweise die den Teil der Story weg in der man die Hosen auf den Knien hatte und hofft aber inständig, dass die beiden Herren nichts riechen…

Die Herren tun ihre Pflicht als Freund und Helfer und man(n) wird hin und zurückgefahren und ist am Ende so glücklich wie selten zuvor die eigene Haustür aufschließen zu können.

Gedicht des Tages

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… Doch man kann den Tag nicht boykottieren.
man geht unter, oder man pariert.
Nur ich weiß: Ich werde furchtbar frieren.
Und man ist so einsam, wenn man friert.

Letzte Strophe aus Vom Frieren von Konstantin Wecker.
Hier steht das ganze Gedicht

Neue Musike

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Die Gruppe Grizzly Bear erinnert mich ein wenig an eine andere Gruppe die ich mal vor ewig langer Zeit hier besprochen habe, Camera Obscura, die ich heute immer noch gern höre und die übrigens vor kurzem ein neues Album herausgebracht haben.

Grizzly Bear ist aber an und für sich nicht so richtig einzuordnen. Irgendwo zwischen den Rightous Brothers, den Beatles, den Monkeys, bei einigen Liedern klingen sogar die Monks etwas durch. Ein bisschen 50er ein bisschen 60er. Ich habe sie heute Abend beim rumzappen auf CNBC in der Tonight Show entdeckt, mit diesem Song:

Lied & Credo des Tages

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(An dieser Stelle befand sich mal ein das Lied “Rette mich später” von 2raumwohnung, das aber leider nicht mehr auf YouTube zu finden ist)

Was sich bei den ersten Klängen anhört, als ob man ein wenig bei George Harrison geklaut hätte ist heute, an einem Sonntag, der sich wettermäßig durchwachsen ankündigt, der ideale Song um gut gelaunt zu sein. Und der Text ist auch klasse.

Von Arbeit und Vorschusslorbeeren

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Dass ich seit Tagen nichts Anständiges (geschweige Unanständiges) schreibe, hat (wie so oft) mit meiner Arbeit zu tun. Das Stück Funerailles d’Hiver, das zur Zeit im Kapuzinertheater läuft und dessen Premiere gestern war, ist ein gewaltiges Stück Arbeit. Aber dort konnte ich seit langem mal wieder richtig beweisen was mit Maske und Perücken alles machbar ist.

Dann aus aktuellem Anlass noch ein Gedanke. Obama hat ja den Friedensnobelpreis bekommen. Ist das nicht ein bisschen früh? Er ja hat noch nicht viel getan außer tolle Reden zu halten und Optimismus zu verbreiten. Aber,und das ist aus zeitlicher Sicht nicht seine Schuld, er hat noch nicht wirklich etwas in Tat umgesetzt.

Wenn ich das so sehe, könnte ich bitte einen Oscar bekommen für einen tollen Film die ich irgendwann demnächst machen werde????

Vornamen (2)

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Vor kurzem berichtete ich über Vornamen.
Was mich an Vornamen so fasziniert, ist die der Umstand dass ich mit meinem ganz zufrieden bin und mir nicht vorstellen kann, einen anderen zu haben, schon gar nicht einer der mir nicht gefällt. Nun hat sich Else Buschheuer auch damit in ihrer Audiokolumne Die Gladiatorin des Alltags bei MDR Figaro, beschäftigt.

Bitte schön:

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Berni dachte (2)

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Langsam ließ Berni das Messer wieder sinken. Er stand vom Bett auf und zog sich an. Er konnte die Frau nicht umbringen. Was war nur mit ihm passiert? Er der glaubte sich selbst am allerbesten zu kennen, entdeckt ein völlig neue Seite an sich. Er verließ das Schlafzimmer und sah sich im Haus um. Es war nicht besonders modern eingerichtet. An den Wänden hingen alte Tapeten, von der Sorte wie man sie Anfang der achtziger Jahre fand mit einem etwas seltsamen Muster das ein wenig an Miró erinnerte, mit einem leichten Glanz der verriet, dass man die Tapete abwaschen konnte. Schade, dachte Berni, hier wäre es einfach gewesen. Tapeten die sich abwaschen ließen zwecks Spurenbeseitigung waren äußerst praktisch.
Ansonsten fand er nichts außergewöhnliches im Haus, im Gegenteil. Es alles peinlich aufgeräumt und sauber, irgendwie langweilig. Es passte nicht zu der Frau mit er eben den besten Sex seines Lebens gehabt hatte.

Er ging langsam die Treppe hinunter, setze sich auf den letzten Treppenabsatz und dachte nach. Er wunderte sich über sich selbst dass er zum ersten mal so nachdachte wie jetzt. Nachdenken, überlegen, sich selbst Fragen stellen waren ihm seit jeher ein Gräuel gewesen. Er wollte leben und nicht über alles stets nachdenken müssen. So war es immer gewesen….bis jetzt. Er blickte von seinen Knien an langsam hoch durch den kleinen Flur bis zur Decke. Sein Blick blieb kurz an ein paar kleinen Blutspritzern rechts an der Wand hängen. Wenn er jetzt wie früher gedacht hätte, wäre er sofort aufgestanden, hätte einen Lappen genommen und sie weggewischt. Doch er war so sehr damit beschäftigt drüber nachzugrübeln was passiert war, dass er es nicht tat.

Tief in seinen Gedanken versunken lief ihm plötzlich ein kalter Schauer über den Rücken. Die Blutspritzer!!!
Wo kamen diese Blutspritzer her?
Es war schön mit dir, sagte die Frau hinter ihm, die leise die Treppe herunter gekommen ohne dass er sie gehört hatte. Dann spürte er wie sich etwas langes spitzes mit voller Wucht in seinen Rücken bohrte und vorn über warf. Sie hatte ihm ein langes Küchenmesser unterhalb des linken Schulterblattes bis vorne ins Herz gebohrt. Berni spürte einen tiefen Schmerz.

“Als du vorhin mit dem Messer zustechen wolltest hättest du es tun sollen”, sagte die Frau. “Es wäre für mich die langersehnte Erlösung gewesen. Aber du hast es nicht getan! Ich finde keinen Gefallen mehr daran die Männer nach dem Akt zu töten. Doch es ist nun mal meine Angewohnheit. Schade um dich, du warst der erste der sich mit mir hätte messen können.”
Und während Berni diese, letzten Worte hörte, schloß er die Augen. Er hatte verstanden.

Berni dachte

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Diese Geschichte schwirrte seit einer Weile in meinem Kopf und musst raus. Ganz dringend. Wenn ihr sie lest wisst ihr warum sie raus musste.

Berni saß auf dem Treppenabsatz und dachte nach. Es wunderte sich über sich selbst dass er zum ersten mal so nachdachte wie jetzt. Nachdenken, überlegen, sich selbst Fragen stellen waren ihm seit jeher ein Gräuel gewesen. Er wollte leben und nicht über alles stets nachdenken müssen. So war es immer gewesen….bis jetzt.

Er blickte von seinen Knien an langsam hoch durch den kleinen Flur bis zur Decke. Sein Blick blieb kurz an ein paar kleinen Blutspritzern rechts an der Wand hängen. Wenn er jetzt wie früher gedacht hätte, wäre er sofort aufgestanden, hätte einen Lappen genommen und sie weggewischt. Doch er war so sehr damit beschäftigt drüber nachzugrübeln was passiert war, dass er es nicht tat.

Er hatte diese Frau kennen gelernt, nicht besonders hübsch, von der Figur her etwas unförmig, etwas zu klein und mit einer undefinierbaren Haarfarbe wie Berni sie selten gesehen hatte. Berni hatte Lust. Lust auf das Spiel das immer wieder spielte wenn ihm danach war. Berni funktionierte nach dem Lustprinzip. Das Mädchen mit seltsamen Haarfarbe kam gerade recht. Es war wie immer. Er setzte sich neben sie fragte sie ob sie was trinken wolle. Mit ausdruckslosen Augen schaute sie ihn an. Nein, meinte sie. Sie wüsste was er von ihr wolle und sie wollte das auch. Also könnten sie gleich losgehen. Berni schien etwas überrascht, denn so schnell hatte er noch nie eine rumgekriegt. Sie verließen die Bar und gingen zu ihrem Wagen. Wir gehen zu mir, sagte sie. Während der Fahrt sprachen weder sie noch Berni ein Wort. Es war so als ob sich schon seit jeher kennen würden. Als die Fahrt vor einem Haus endete, stiegen beide aus und gingen zur Haustür. Sie schloss die Haustür auf ließ ihn hinein. Alles geschah auf eine so natürliche Art und Weise, als ob es schon seit Jahrzehnten Tag für Tag so abläuft. Sie gingen durch den Flur die Treppe hinauf währenddessen sie sich auszog, als ob sie gleich im Bad unter die Dusche müsste. Ab obersten Treppenabsatz hatte sie sich all ihrer Kleidungstücke entledigt. Sie nahm seine Hand und zog ihn zur Tür des Schlafzimmers hin. Nimm mich, sagte sie und machte dabei die Tür auf. Sie legte sich aufs Bett. Berni war ob der ganzen Situation etwas verwundert, dass alles so leicht und einfach geschah. All die Weiber die er davor gehabt hatte musste er erst umgarnen und zulabern mit Komplimenten. Doch Berni wusste genau er wollte und hier bekam er wie auf dem Tablett serviert.

Was all die Frauen nicht wussten, war dass Berni nur Befriedigung dabei verspürte wenn er sie dabei umbrachte. Wenn er dann während dem Akt das kleine Klappmesser hervorholte und es aufschnappen ließ, ging das Geschrei los. Meistens würgte er sie dann dass sie keinen Laut mehr von sich gaben und bewusstlos wurden oder gleich erstickten. Manchmal drückte er ihnen auch ein Kissen aufs Gesicht und fing zuzustechen. Es war je nach Situation immer ein wenig anders. Doch war es ihre Todesangst die ihm den ultimativen Kick verschaffte.
Anschließend beseitigte er die Spuren, was ein lästige aber notwendige Arbeit war.

Die Frau mit der seltsamen Haarfarbe legte sich aufs Bett und schob die Beine auseinander. Berni zog sich die Hose aus und entschied sich das Messer gleich hervor zu holen, da die Frau ihm wie eine emotionslose blutleere Hülle vorkam und er endlich etwas Action haben wollte. Als er das Messer aufschnappen ließ, sah er der Frau geradewegs in Augen.
Und dann geschah etwas seltsames. Berni sah in ihren Augen keine Angst aufflattern, die Augen weiteten sich nicht und ihr Körper verkrampfte nicht. Ihr Augen strahlten plötzlich eine Güte und eine Wärme aus wie Berni sie noch nie davor gesehen hatte. Ihr Gesicht, das völlig emotionslos gewesen war, bekam einen weichen, warmen, liebevollen Ausdruck. Berni ging dieser Blick durch Mark und Bein und er verspürte ein völlig neues und fremdes Gefühl. Berni fing an zu zittern. Doch bevor er reagieren konnte, hatte sie Arme um Hals geschlungen, zog ihn zu sich heran und küsste ihn. Der Kuss löste in Berni etwas aus das sich anfühlte wie Gewitter. Es durchzuckten ihn tausende von Blitzen und er fühlte sich wie gelähmt.

Sie liebten sich über Stunden hinweg. Berni war wie Trance. Als die Lust nach und nach abebbte lag Berni neben der Frau auf dem Bett ausgelaugt und leer. Er verstand nicht was mit ihm passiert war. Etwas war nicht so gelaufen wie sonst und Berni verstand nicht was. Er ließ seinen Arm seitlich vom Bett auf den Boden gleiten und fühlte mit der Hand den kalten Stahl des Klappmessers, das vom Bett zu Boden gerutscht war.
Warum hatte er sie dabei nicht umbringen müssen?
Was war dieses Mal anders gewesen?
Warum hatte sie ihn sie so angeschaut?
Was sollte das alles?
Was war das für ein seltsames Frauenzimmer?
Er griff nach dem Messer und dreht sich mit einem Schwung hoch so dass er auf ihr drauf saß. Er hob das Messer und schaute die Frau an. Sie war eingeschlafen. Er tätschelte sie leicht gegen die Wange damit sie aufwachen solle. Sie murmelte etwas das er nicht verstand, drehte den Kopf zur Seite und schlief weiter…

(Fortsetzung folgt)